Restaurierung

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Fachgerechte Restaurierung Ihrer Antiquitäten durch unsere ausgebildete Restauratorin im Tischlerhandwerk.

 

“Restaurieren heißt, den Geist eines Objektes aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu tragen und ihm den Weg in die Zukunft zu ebnen.” Restaurieren bedeutet nicht “neu-machen”!

Leider ist es momentan die gängige Praxis vieler Händler, antike Möbel in Osteuropa oder von nicht entsprechend ausgebildeten Tischlern billig aufarbeiten zu lassen. Billig, nicht günstig.

Dadurch wird der Wert der Antiquitäten stark gemindert, da bei dieser fast schon industriellen Aufarbeitung die Möbel gefälscht und in Teilen neu nachgebaut werden (aus eins mach zwei), die Möbel in Tauchbädern abgebeizt werden, um sie dann zu spritzen… anstatt die Oberflächen wie es in den meisten Fällen fachgerecht sein sollte mit einer Schellack Handpolitur zu schützen und der Antiquität damit zum alten Glanz zu verhelfen.

Ein seriöser Restaurator spritzt keine Antiquität.

Bei einer fachgerechten Restaurierung müssen die Grundsätze der Reversibilität und der Erhaltung der Originalsubstanz  eingehalten werden. Auch in Deutschland bieten viele Tischler ihre Dienste zur “Restauration” an. Ein gut ausgebildeter und studierter Fachmann würde niemals mit dem Wort “Restauration” werben, sondern Sie eher zum essen gehen in ein Restaurant bitten oder auf eine politische Epoche verweisen.

Sehen Sie Ihre Antiquität im Kontext der Entstehungszeit und der gesellschaftlichen und architektonischen Entwicklung. Hier ein Zitat aus meiner Abschlussarbeit zur geprüften Restauratorin im Tischlerhandwerk:

“Möbel, im allgemeinen Sinne, sind unsere ständigen Begleiter, stumme Beobachter und Zeugen, welche die wirtschaftlichen Möglichkeiten und individuellen Gestaltungswünsche der Bewohner widerspiegeln.  Sie  tun dies im Kontext der Epoche in der sie konstruiert wurden und geben so für spätere Generationen einen Eindruck darüber weiter, wie die Menschen früher gelebt haben. Und wie sie die Möbel wertgeschätzt haben. Ein Vergleich auf Augenhöhe mit der industriellen Massenproduktion und der Wegwerfmentalität der heutigen Gesellschaft ist kaum möglich.”

 

Pflegehinweise 

Um den Zustand des Möbels langfristig zu erhalten, ist es ratsam folgende Maßnahmen zur Pflege durchzuführen:

Ausgeglichenes Raumklima:

Die Gewährleistung eines stabilen Raumklimas führt zur Vermeidung von typischen Trocknungsschäden wie dem Reißen von brettverleimten Korpusteilen, dem Schwund von Rahmenelementen, Rissen im Furnier oder dem Ablösen der Furniere durch eine Versprödung des Leimes. Während der Heizperiode sollte die Raumluft durch einen Luftbefeuchter künstlich befeuchtet werden. Mittels eine Hygrometers kann der in den Sommermonaten gemessene Durchschnittswert der relativen Luftfeuchte als Richtwert genommen werden. Optimal ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent. Falls ein Schädlingsbefall entdeckt wird, sollte dieser schnellst möglich bekämpft werden.

Standort des Möbels:

Möbel sollten nicht in der unmittelbaren Nähe von Heizungskörpern oder Öfen aufgestellt werden. Beim Heizen in den Wintermonaten sollte darauf geachtet werden, dass die Raumtemperatur langsam ansteigt. Dadurch können kurzfristige starke Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit vermieden werden. Zudem sollten Schränke nicht zu dicht an der Wand stehen, da die Gefahr besteht, dass sich hinter den Möbeln eine Zone stehender Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit bildet und als Folge Schimmel entstehen kann. Des Weiteren sollte eine direkte Sonnenbestrahlung auf die Holzoberfläche vermieden werden. Direktes Sonnenlicht wirkt sich ungünstig auf die Politur aus. Zudem würde das Holz stellenweise stark erwärmt werden und austrocknen. Je nach Holzart kann die Oberfläche des Holzes ausbleichen, oder dunkler werden. Helle Vorhänge können leicht Abhilfe schaffen.